Wenn der Herbst Einzug hält, verwandeln sich Wälder und Wiesen in ein buntes Farbenmeer – Laub raschelt, Pilze sprießen, Beeren leuchten. Für uns Menschen ist das eine wunderschöne Jahreszeit, doch für Hunde lauern jetzt viele unsichtbare Gefahren. Einige Pflanzen und Pilze, die am Wegesrand harmlos aussehen, können für unsere Vierbeiner giftig oder sogar lebensbedrohlich sein.
Giftige Herbstpflanzen für Hunde
Im Herbst blühen oder fruchten viele Pflanzen, deren Inhaltsstoffe für Hunde gefährlich sind. Hier ein Überblick über die häufigsten Übeltäter:
Eibe (Taxus baccata)
Alle Pflanzenteile – besonders Nadeln und Samen – enthalten Taxin, ein starkes Nervengift. Schon kleine Mengen können zu Herzstillstand führen.
Symptome: Zittern, Erbrechen, Atemnot, Kollaps
Herbstzeitlose (Colchicum autumnale)
Sie sieht auf den ersten Blick hübsch aus, ist aber hochgiftig. Das enthaltene Colchicin kann zu schweren Magen-Darm-Beschwerden führen.
Symptome: Speichelfluss, Erbrechen, blutiger Durchfall, Lähmungen
Kastanien & Eicheln
Klingt harmlos – aber in größeren Mengen können Eicheln (Gerbsäure) und Kastanien Magen-Darm-Reizungen und Leberschäden verursachen.
Symptome: Erbrechen, Durchfall, Apathie
Engelstrompete & Oleander (Zierpflanzen in Gärten)
Wer mit dem Hund durch Vorgärten spaziert, sollte Acht geben: Beide enthalten Herzglykoside – stark giftig für Mensch und Tier.
Symptome: Herzrhythmusstörungen, Krämpfe, Kreislaufversagen
Giftige Pilze für Hunde
Viele Hunde schnüffeln und lecken neugierig an Pilzen – das kann gefährlich werden.
Die giftigsten Arten sind:
Grüner Knollenblätterpilz
Schon winzige Mengen können tödlich sein. Das Gift Amatoxin schädigt Leber und Nieren.
Symptome: Erbrechen, Durchfall, später Gelbsucht, Krämpfe
Fliegenpilz
Typisch rot mit weißen Punkten – und ebenfalls giftig! Enthält Ibotensäure und Muscimol, die das Nervensystem angreifen.
Symptome: Unruhe, Zittern, Halluzinationen, Krämpfe
Pantherpilz & Gallenröhrling
Pantherpilze ähneln essbaren Arten und sind leicht zu verwechseln. Der Gallenröhrling ist zwar nicht tödlich, führt aber zu starkem Erbrechen.
Was tun im Notfall?
Wenn du den Verdacht hast, dass dein Hund eine giftige Pflanze oder einen Pilz gefressen hat:
- Ruhe bewahren
- Nichts erzwingen – kein Erbrechen herbeiführen ohne Tierarztanweisung!
- Sofort Tierarzt oder Tierklinik anrufen
- Falls möglich, bringe Reste der Pflanze oder Pilzes mit – das erleichtert die Diagnose.
📞 Notfallnummern bereithalten: Tierarzt, Tierklinik oder Giftnotrufzentrale.
Fazit
Der Herbst ist wunderschön – aber auch tückisch. Achte beim Spaziergang besonders darauf, was dein Hund am Wegesrand beschnüffelt oder ins Maul nimmt. Mit etwas Vorsicht und Aufmerksamkeit bleibt die goldene Jahreszeit auch für deinen Vierbeiner unbeschwert und sicher.

